Einmal im Leben…

Erstellt am von pixelpainter

… sollte man sie gesehen haben, sofern man Fußball als Sport an sich mag – finde ich.

"Barça, Barça, Baaarrrçççaaaa…." …was für ein Moment! Zugegeben, im Laufe der Zeit entwickelt man in Sachen Fotografie in gewissen Dingen eine gesunde Portion Skepsis. Aber so – muß ich eingestehen – hätte ich mir diesen Abend niemals vorgestellt. Dabei hatte ich mir im Vorfeld dreimal bestätigen lassen, dass eine DSLR Kamera ohne Akkreditierung im Stadion kein Problem ist. Und obwohl ich mich dennoch auf Probleme beim Einlass eingestellt hatte, stellte sich heraus, dass es tatsächlich kein Problem war. Als Geburtstagsgeschenk einen Besuch im Camp Nou in Barçelona zu erleben gegen Athletic Bilbao, das nebenbei zu einem 5:1 Schützenfest ausartete, ist schon ein Erlebnis. Dann aber auch noch als Zuschauer mit einer "ordentlichen" Kamera in der ersten Reihe am Spielfeldrand zu sitzen…, das ist der Kracher.

Nachdem man dann als "Nicht-Katalane" den Text der Hymne lauthals von der Anzeigetafel abgelesen und mitgegrölt hat, stellt sich die erste Garde von Barçelona vor und betritt die "Arena"…

Jetzt heisst es: Fotografieren

So ein Abend muss natürlich entsprechend fotografisch festgehalten werden. Da ich schon zuvor in Stadien bei Flutlicht fotografiert hatte, habe ich nach ein, zwei Aufnahmen recht schnell meine Einstellungen gefunden, wobei ich die ISO-Automatik aktivierte und als kürzeste Verschlußzeit bei ca. 1/500 und Blende f2.8 Aufnahmen von ISO400 bis ISO4000 erzielte, was für freihand Aufnahmen ausreichen sollte. Dabei habe ich den kontinuierliche AF und die dynamische Meßfeldsteuerung mit manueller Auswahl aktiviert.

Ein Einbein kam leider nicht in Frage, da ich die Security nicht unnötig provozieren wollte. ;o)

Ansonsten fotografiere ich in der Regel im RAW Format, was für viele professionelle Sportfotografen nicht unbedingt in Frage kommt, da das JPG-Format in der Regel die erste Wahl ist. Es ist einfach kompakter und man kann auf großartige EBV im Nachhinein verzichten und ist zudem für Serienbilder vom Volumen und der Anzahl her unkritischer.

Mit einer D3 im Stadion hat man dieses Problem nicht unbedingt und kann das Aufnahmeformat also beruhigt auf 14-Bit RAWs einstellen. Dadurch speichert der Puffer dann zwar nicht so viele Aufnahmen in Serie (17 Bilder bei 9/Sek.), dennoch reichen mir 16, 17 Bilder in Serie für die jeweilige Situation in der Regel bei einer richtig schnellen Speicherkarte.

Im Prinzip ist es aber Geschmacksache, gerade wenn man eben nicht beruflich fotografiert und Geschwindigkeit nicht oberste Priorität hat. Wenn man sich aber in den Punkten Weissabgleich, Rauschen und Belichtung nicht 100%ig sicher ist, ist es immer gut über die nachträglichen Einstellungsmöglichkeiten eine Korrektur vornehmen zu können. Das funktioniert in RAW einfach am besten.

Abgesehen davon kann man Freunden, die z.B. Photoshop Elements für ihre Bilder nutzen, die Bilder sogar mit Adobe Camera RAW "fertig" machen und als Erinnerung und Dankeschön im JPG Format auf deren Rechner hinterlassen… ;o)

(Danke Totti, Danke Sergi…!!!)




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